TDEE-Rechner
Geben Sie Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe und Aktivitätslevel ein, um Ihren Gesamtenergieumsatz (TDEE) zu schätzen – die Kalorienmenge, die Ihr Körper an einem typischen Tag verbraucht, einschließlich Bewegung und Sport.
Eingaben
Geben Sie Ihr Alter in Jahren ein.
Geben Sie Ihr aktuelles Körpergewicht in Kilogramm ein.
Geben Sie Ihre Körpergröße in Zentimetern ein.
Ergebnis
- Gesamtenergieumsatz (TDEE)
- 2.124kcal
- Grundumsatz (BMR)
- 1.370kcal
- Leichte Gewichtsabnahme (~0,25 kg/Woche)
- 1.874kcal
- Gewichtsabnahme (~0,5 kg/Woche)
- 1.624kcal
- Gewichtszunahme (~0,5 kg/Woche)
- 2.624kcal
(10×65 + 6,25×165 − 5×30 − 161) × 1,55 = 2.124
So wird gerechnet
Der Gesamtenergieumsatz (TDEE, Total Daily Energy Expenditure) schätzt, wie viele Kalorien Ihr Körper an einem ganzen Tag verbraucht – von der Atmung über die Verdauung bis hin zu Alltagsbewegung und gezieltem Sport. Grundlage ist eine kleinere Zahl, der Grundumsatz (BMR, Basal Metabolic Rate): die Energiemenge, die Ihr Körper allein zum Überleben benötigen würde, wenn Sie den ganzen Tag bewegungslos im Bett lägen. Der TDEE liegt immer über dem Grundumsatz, weil zusätzlich die Kalorien für Bewegung, Verdauung und Training hinzukommen.
Für den Grundumsatz verwendet dieser Rechner die Mifflin-St-Jeor-Formel: BMR = 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter + 5 (Männer) bzw. − 161 (Frauen). Die Formel wurde 1990 veröffentlicht und gilt heute als eine der zuverlässigsten Schätzformeln für den Grundumsatz – auch von Ernährungsfachkräften häufig gegenüber der älteren Harris-Benedict-Formel aus dem Jahr 1919 bevorzugt, die den Kalorienbedarf vieler Menschen mit heutiger Körperzusammensetzung eher überschätzt.
Um vom Grundumsatz zum TDEE zu kommen, multipliziert der Rechner den BMR mit einem Aktivitätsfaktor: 1,2 für sitzende Tätigkeit, 1,375 für leichte Aktivität, 1,55 für mäßige Aktivität, 1,725 für hohe Aktivität und 1,9 für sehr hohe Aktivität. Diese Faktoren sind grobe Referenzwerte und keine individuelle Messung – sie sollen näherungsweise abbilden, wie viel zusätzliche Energie eine typische Woche auf dem jeweiligen Aktivitätslevel über den Grundumsatz hinaus kostet.
Die Wahl des Aktivitätslevels ist mit Abstand die größte Fehlerquelle in dieser Rechnung. Viele Menschen schätzen ihre tatsächliche Aktivität zu hoch ein: Zwei Sporteinheiten pro Woche neben einem überwiegend sitzenden Bürojob entsprechen meist eher "leicht aktiv" als "mäßig aktiv", und "sehr aktiv" trifft in der Regel nur auf körperliche Arbeit oder ernsthaftes sportliches Training zu. Wenn sich Ihr Gewicht nicht wie vorhergesagt verändert, lohnt es sich zuerst, das gewählte Aktivitätslevel zu überprüfen – nicht die Formel selbst infrage zu stellen.
Auch eine gut gewählte Formel hat klare Grenzen. Mifflin-St-Jeor kennt Ihre Körperzusammensetzung nicht: Zwei Personen mit identischem Gewicht, identischer Größe, gleichem Alter und Geschlecht können sehr unterschiedliche Grundumsätze haben, wenn eine Person deutlich mehr Muskelmasse trägt, da Muskelgewebe im Ruhezustand mehr Energie verbraucht als Fettgewebe. Auch Genetik, Hormonhaushalt und gesundheitliche Faktoren beeinflussen den individuellen Stoffwechsel auf eine Weise, die keine Formel erfassen kann. Verstehen Sie den berechneten Wert als sinnvollen Ausgangspunkt, den Sie über einige Wochen beobachten und anpassen sollten – nicht als gemessene Tatsache.
Für Gewichtsveränderungen legt dieser Rechner die gängige Faustregel zugrunde, dass ein anhaltendes Kaloriendefizit oder ein Überschuss von etwa 500 kcal/Tag ungefähr 0,5 kg Gewichtsveränderung pro Woche entspricht; die "leichte Abnahme" nutzt mit 250 kcal/Tag ein kleineres, leichter durchzuhaltendes Defizit. Ein deutlich größeres Defizit ist meist keine gute Idee: Es ist schwer durchzuhalten, geht oft mit Muskelverlust statt reinem Fettverlust einher und kann zu Erschöpfung oder ständigem Gedanken an Essen führen. Nach Empfehlungen wie denen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte die tägliche Kalorienzufuhr bei Erwachsenen ohne ärztliche Begleitung in der Regel nicht dauerhaft unter etwa 1.200 kcal (Frauen) bzw. 1.500 kcal (Männer) fallen, da sonst das Risiko für Nährstoffmängel steigt.
Dieser Rechner liefert eine pädagogische Schätzung, keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Verordnung, und er ist nicht dazu gedacht, ein starres Zielgewicht vorzugeben oder restriktives Essverhalten zu fördern. Bei Essstörungen in der Vorgeschichte, gesundheitlichen Vorerkrankungen oder speziellen sportlichen Zielen kann eine Ärztin, ein Arzt oder eine Ernährungsfachkraft die Empfehlungen anhand Ihrer tatsächlichen Körperzusammensetzung und Krankengeschichte viel genauer anpassen, als es eine Formel mit fünf allgemeinen Eingaben je könnte.
FormelTDEE = (10×kg + 6,25×cm − 5×Alter + s) × Aktivitätsfaktor
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen BMR und TDEE?
- Der Grundumsatz (BMR) schätzt den Kalorienbedarf für völlige Ruhe – ohne Bewegung und ohne die Verdauung von gerade gegessenem Essen. Der TDEE baut darauf auf und addiert die Kalorien für Alltagsbewegung, Verdauung und Sport, ist also immer die größere Zahl. Für die Festlegung eines Kalorienziels sollten die meisten Menschen den TDEE verwenden, nicht den BMR allein, da dieser fast alles ignoriert, was Sie tagsüber tatsächlich tun.
- Warum verwendet dieser Rechner die Mifflin-St-Jeor-Formel statt Harris-Benedict?
- Die Harris-Benedict-Formel stammt aus dem Jahr 1919 und basiert auf einer kleinen, nicht repräsentativen Stichprobe; sie überschätzt den Kalorienbedarf vieler Menschen nach heutigen Maßstäben. Mifflin-St-Jeor aus dem Jahr 1990 gilt als genauer für die heutige Bevölkerung und wird in klinischen und ernährungswissenschaftlichen Leitlinien am häufigsten empfohlen. Keine der beiden Formeln berücksichtigt die Körperzusammensetzung direkt, aber Mifflin-St-Jeor liegt im Durchschnitt näher am gemessenen Ruheumsatz.
- Warum stimmt meine tatsächliche Gewichtsveränderung nicht mit der Vorhersage überein?
- Die häufigste Fehlerquelle ist das gewählte Aktivitätslevel – viele Menschen wählen ein höheres Level, als ihrer tatsächlichen Wochenaktivität entspricht, was den TDEE-Wert nach oben verzerrt. Auch Wassereinlagerungen, unregelmäßiges Erfassen der Ernährung und normale Stoffwechselschwankungen spielen eine Rolle. Beobachten Sie Ihren tatsächlichen Gewichtstrend über 2–3 Wochen und passen Sie das Kalorienziel entsprechend an, statt sich strikt an die erste Schätzung zu halten.
- Wie groß sollte mein Kaloriendefizit sein?
- Ein Defizit von etwa 250–500 kcal pro Tag ist für die meisten Erwachsenen ein sinnvoller Ausgangspunkt und entspricht etwa 0,25–0,5 kg Gewichtsabnahme pro Woche. Größere Defizite sind schwerer durchzuhalten, führen häufig zu Muskelverlust statt reinem Fettabbau und können Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder weniger Lust auf Bewegung zur Folge haben. Ohne ärztliche Begleitung sollte die tägliche Kalorienzufuhr in der Regel nicht dauerhaft unter etwa 1.200 kcal (Frauen) bzw. 1.500 kcal (Männer) liegen.
- Berücksichtigt der TDEE Muskelmasse oder Körperfettanteil?
- Nein – dieser Rechner nutzt nur Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht und kann daher nicht zwischen einer Person mit viel Muskelmasse und einer Person mit gleichem Gewicht, aber mehr Körperfett unterscheiden, obwohl Muskelgewebe im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennt. Wenn Sie Ihren Körperfettanteil kennen, liefern Formeln auf Basis der fettfreien Masse (etwa die Katch-McArdle-Formel) eine individuellere Schätzung. Für die meisten Menschen ist Mifflin-St-Jeor jedoch ein solider, gut belegter Ausgangspunkt.
- Ist dieser Rechner sicher, wenn ich eine Essstörung in der Vorgeschichte habe?
- Dieses Tool liefert nur eine allgemeine Schätzung und ist nicht für Menschen mit aktueller oder früherer Essstörung gedacht – diese sollten Kalorienziele nicht selbst festlegen, sondern direkt mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft zusammenarbeiten. Kalorienzähl-Tools können in diesem Zusammenhang allgemein eher schaden als nützen. Wenn das auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit einer Fachperson im Gesundheitswesen, bevor Sie Kalorienziele zur Steuerung Ihrer Ernährung nutzen.
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Zuletzt aktualisiert: 2026-08-11