Körperfettanteil-Rechner
Geben Sie Ihre Körpergröße sowie Hals-, Taillen- und (bei Frauen) Hüftumfang ein, um Ihren Körperfettanteil nach der U.S.-Navy-Methode zu schätzen — ganz ohne Caliper oder Scanner, nur mit einem Maßband.
Eingaben
Geben Sie Ihre Körpergröße in Zentimetern an, gemessen ohne Schuhe.
Messen Sie am schmalsten Punkt des Halses, direkt unterhalb des Kehlkopfs.
Messen Sie in Höhe des Bauchnabels und halten Sie das Maßband dabei rundum waagerecht.
Messen Sie an der breitesten Stelle von Hüfte und Gesäß. Nur für Frauen nötig — in die männliche Formel fließt dieser Wert nicht ein.
Ergebnis
- Ihr geschätzter Körperfettanteil
- 25,9%
- Ergebnis
- Sie liegen im durchschnittlichen Bereich für Erwachsene.
495 / (1,29579 − 0,35004×log₁₀(72+95−32) + 0,22100×log₁₀(165)) − 450 = 25,9%
So wird gerechnet
Der Körperfettanteil zeigt etwas, das der BMI nicht kann: wie viel des Körpergewichts tatsächlich Fett ist und wie viel auf fettfreie Masse wie Muskeln, Knochen und Wasser entfällt. Zwei Menschen können exakt gleich groß und gleich schwer sein — und damit denselben BMI haben — und trotzdem eine völlig unterschiedliche Körperzusammensetzung aufweisen, weil einer mehr Muskelmasse und der andere mehr Körperfett trägt. Der Körperfettanteil unterscheidet diese beiden Fälle, wo ein einfaches Gewicht-Größe-Verhältnis es nicht kann — deshalb wird er häufig ergänzend zum BMI genutzt, nicht als Ersatz dafür.
Dieser Rechner nutzt die U.S.-Navy-Umfangsmethode, die als kostengünstige Feldalternative zu Laborgeräten für die Schätzung der Körperzusammensetzung entwickelt wurde. Statt Hautfaltenmessung, Unterwasserwiegung oder DEXA-Scan genügen ein paar Maßband-Werte — Größe, Hals und Taille bei Männern, bei Frauen zusätzlich der Hüftumfang —, die über eine Formel die Körperdichte schätzen und in einen Fettanteil umrechnen. Eine Labormessung ersetzt das nicht exakt, aber es ist eine vernünftige, wiederholbare Schätzung, die jeder zu Hause mit einem einfachen Maßband vornehmen kann — gerade auch außerhalb von Fitnessstudios mit InBody-Geräten.
Wo und wie Sie messen, ist entscheidend, denn schon ein oder zwei Zentimeter Abweichung an einer Messstelle können das Ergebnis um mehrere Prozentpunkte verschieben. Messen Sie den Hals am schmalsten Punkt direkt unterhalb des Kehlkopfs. Messen Sie die Taille auf Höhe des Bauchnabels und achten Sie darauf, dass das Maßband rundum waagerecht liegt statt schräg zu verlaufen. Messen Sie den Hüftumfang an der breitesten Stelle von Gesäß und Hüfte. Legen Sie das Maßband dabei immer straff, aber locker genug an, dass es nicht ins Gewebe einschneidet — also ohne Spiel, aber ohne Druck. Ein zu straff gezogenes Maßband täuscht eine schlankere Taille vor und lässt den Fettanteil niedriger erscheinen als er ist; ein zu lockeres Maßband bewirkt das Gegenteil.
Männer und Frauen werden anhand unterschiedlicher Kategorietabellen bewertet, weil sie aus biologischen Gründen unterschiedlich viel essenzielles Fett benötigen. Der weibliche Körper braucht mehr Fett für Hormonproduktion und reproduktive Funktion, weshalb ein Wert, der bei einem Mann ungewöhnlich niedrig wäre, bei einer Frau normal und sogar gesund sein kann. Eine gemeinsame Skala für beide Geschlechter würde die meisten Frauen systematisch falsch einordnen — deshalb liegen die Grenzwerte für essenzielles Fett, Athleten-, Fitness-, Durchschnitts- und höheren Risikobereich bei Männern und Frauen an unterschiedlichen Stellen.
Umfangbasierte Methoden wie diese liefern eine Schätzung, keine diagnostische Messung. Im Vergleich zu Referenzverfahren wie DEXA-Scans (Dual-Energy-Röntgen-Absorptiometrie) oder hydrostatischer Unterwasserwiegung liegt die Abweichung von Maßband-Formeln typischerweise bei mehreren Prozentpunkten, und dieser Fehler ist nicht gleichmäßig verteilt: Bei ungewöhnlicher Fettverteilung, sehr hoher oder sehr niedriger Muskelmasse oder untypischer Körperform sind größere Abweichungen zu erwarten. Auch Taille und andere Umfänge schwanken im Tagesverlauf ganz natürlich — nach einer großen Mahlzeit, bei Wassereinlagerungen oder je nach Tageszeit der Messung können die Werte um einen Zentimeter oder mehr abweichen, ohne dass sich die Körperzusammensetzung tatsächlich verändert hat.
Wegen dieser natürlichen Schwankungen sollten Sie eine einzelne Messung eher als groben Momentaufnahme-Wert verstehen und nicht als exakte, endgültige Zahl. Wirklich aussagekräftig ist es, immer unter denselben Bedingungen zu messen — zur gleichen Tageszeit, mit gleicher Maßbandspannung, idealerweise morgens vor dem Essen, Trinken oder Training — und den Trend über mehrere Wochen oder Monate zu beobachten. Ein konsistenter Auf- oder Abwärtstrend sagt weit mehr über echte Veränderungen der Körperzusammensetzung aus als jede einzelne Messung.
Dieses Tool liefert eine Schätzung zur allgemeinen Orientierung, kein medizinisches oder diagnostisches Ergebnis, und ist keine Bewertung Ihrer Gesundheit oder Ihres Aussehens — die Kategoriebezeichnungen beschreiben einen Bereich, kein Urteil darüber, wie Sie aussehen oder wie viel Sie trainiert haben. Ein Körperfettanteil unterhalb des essenziellen Bereichs kann Hormonhaushalt, Immunsystem und Organfunktion beeinträchtigen — ein extrem niedriger Wert ist daher kein anzustrebendes Ziel. Bei Bedenken zu Gewicht, Körperzusammensetzung oder allgemeiner Gesundheit sprechen Sie bitte mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen qualifizierten Fachperson, statt sich allein auf diesen Rechner zu verlassen.
FormelMänner: 495 / (1,0324 − 0,19077·log₁₀(Taille−Hals) + 0,15456·log₁₀(Größe)) − 450 · Frauen: 495 / (1,29579 − 0,35004·log₁₀(Taille+Hüfte−Hals) + 0,22100·log₁₀(Größe)) − 450
Häufige Fragen
- Wie genau ist die U.S.-Navy-Methode zur Körperfettbestimmung?
- Sie liefert eine brauchbare Feldschätzung, die bei den meisten Menschen im Bereich weniger Prozentpunkte um Labormethoden wie DEXA liegt — aber keine Laborpräzision. Die Messtechnik ist dabei wichtiger als die Formel selbst: Eine schlampige Messung verfälscht das Ergebnis stärker als die methodenbedingte Fehlerspanne. Verstehen Sie den Wert als nützliche Schätzung, nicht als exakte Zahl.
- Warum muss ich als Mann meinen Hüftumfang messen?
- Müssen Sie nicht — die männliche Formel nutzt nur Größe, Hals und Taille, der Hüftwert fließt bei Männern gar nicht in die Berechnung ein. Benötigt wird er nur bei Frauen, deren Formel den Hüftumfang zusätzlich zu Taille und Hals einbezieht. Deshalb ist das Hüftfeld für Männer in diesem Rechner als nicht erforderlich markiert.
- Soll ich das Maßband beim Messen straff anziehen?
- Nein — das Maßband sollte eng an der Haut anliegen, ohne Spiel, aber ohne das darunterliegende Gewebe zusammenzudrücken. Ein zu straff gezogenes Maßband verfälscht den Messwert nach unten und lässt den Körperfettanteil niedriger erscheinen, als er tatsächlich ist. Achten Sie bei jeder Messung auf dieselbe sanfte Spannung, damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben.
- Warum hat sich mein Körperfettanteil zwischen zwei Messungen stark verändert?
- Taille und andere Umfänge schwanken im Tagesverlauf ganz natürlich durch Mahlzeiten, Flüssigkeitshaushalt und Tagesablauf, sodass ein Unterschied von ein bis zwei Prozentpunkten zwischen zwei Messungen normal ist und keine echte Veränderung der Körperzusammensetzung bedeutet. Für eine konsistente Verlaufsbeobachtung messen Sie am besten immer zur gleichen Tageszeit unter ähnlichen Bedingungen, idealerweise morgens direkt nach dem Aufstehen. Achten Sie auf den Trend über mehrere Wochen statt auf einen einzelnen Ausschlag.
- Was ist ein gesunder Körperfettanteil?
- Gesunde Bereiche unterscheiden sich nach Geschlecht, weil Frauen aus hormonellen und reproduktiven Gründen mehr essenzielles Fett benötigen als Männer — deshalb arbeitet dieser Rechner mit getrennten Kategorietabellen. Für die meisten Erwachsenen stehen der Fitness- und der Durchschnittsbereich im Ergebnis für häufig genannte, insgesamt gesunde Werte und nicht für einen einzigen festen Zielwert. Was für Sie persönlich richtig ist, hängt zusätzlich von Alter, Aktivitätsniveau und individuellen Gesundheitszielen ab — nutzen Sie das Ergebnis daher als Gesprächsgrundlage mit einer ärztlichen Fachperson und nicht als starre Regel.
- Ist dieser Rechner sinnvoller als der BMI?
- Er beantwortet eine andere Frage, nicht unbedingt eine bessere — der BMI ist ein schneller Gewicht-Größe-Check, während der Körperfettanteil schätzt, wie viel des Gewichts tatsächlich Fett gegenüber fettfreier Masse ist. Am nützlichsten sind beide zusammen: Der BMI lässt sich schneller berechnen und verfolgen, während der Körperfettanteil Fälle erklärt, in denen der BMI allein irreführend wäre, etwa bei sehr muskulösen oder sehr schlanken Personen.
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Zuletzt aktualisiert: 2026-08-11